Letzte Aktualisierung: 02.06.2016
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WEIBLICHE GESCHLECHTSORGANEM


Schlüsselwörter: Eileiter, Eierstöcke, Eizelle, Gebärmutter, Gebärmutterhals, Geschlechtsorgane, Schamlippen, Scheide

Wie sind die weiblichen Geschlechtsorgane aufgebaut?

Man unterscheidet die inneren von den äußeren weiblichen Geschlechtsorganen.
Zu den inneren weiblichen Geschlechtsorganen zählen die Eierstöcke, Eileiter, Gebärmutter und die Scheide.

Die Gebärmutter ähnelt einer abgeplatteten, auf den Kopf gestellten Birne. Sie ist ein dickwandiges muskuläres Hohlorgan mit einer Länge von 7-8 cm und einem Gewicht von 80-120 g. Die Gebärmutter befindet sich im kleinen Becken zwischen der Blase und dem Mastdarm. Dort wird sie durch Haltebänder, die Beckenbodenmuskulatur und gefäßreiches Bindegewebe fixiert. Die Beckenmuskulatur ist wesentlich dafür verantwortlich, dass die Gebärmutter nicht absinkt.
Die oberen zwei Drittel der Gebärmutter bildet der Gebärmutterkörper, das untere Drittel der Gebärmutterhals. Dazwischen befindet sich eine ringförmige Engstelle. Der Gebärmutterhals reicht bis in die Scheide hinein und enthält eine kleine Öffnung, den sogenannten äußeren Muttermund. Der Gebärmutterkörper hat am höchsten Punkt, dem Gebärmuttergrund, zwei seitliche Ausläufer, die Eileiter. Diese verbinden die Gebärmutterhöhle mit der freien Bauchhöhle.
An der Gebärmutter werden drei Schichten unterschieden:
Die Schleimhautschicht bildet die innere Schicht der Gebärmutterhöhle. Im Bereich des Gebärmutterkörpers wird sie im monatlichen Zyklus unter dem Einfluss weiblicher Geschlechtshormone aufgebaut und auf diese Weise auf die Einnistung einer Frucht vorbereitet. Bleibt die Befruchtung und Einnistung des Eies aus, werden die äußeren Schichten der Gebärmutterschleimhaut regelmäßig durch die Monatsblutung abgestoßen.
Die folgende Muskelschicht ist mit bis zu 2 cm die dickste Schicht der Gebärmutter. Sie zieht sich während der Monatsblutung, der Geburt und dem Orgasmus zusammen.
Die äußere Schicht umgibt als Bindegewebsschicht die Gebärmutter.

Die Eierstöcke sind paarig angelegt und liegen im Bereich der Seitenwand des kleinen Beckens in einer kleinen Gewebevertiefung. Sie haben Pflaumenform, eine Länge von 3-4 cm und ein Gewicht von 5-10 g. Ihre Oberfläche wird - bedingt durch den Eibläschensprung - bei einer geschlechtsreifen Frau zunehmend höckrig und von Narben überzogen.
Das Gewebe des Eierstocks besteht aus der äußeren Rinde und dem innen liegenden Mark. Die Eierstockrinde enthält die Eizellen, die in verschiedenen Reifestadien in den Eibläschen liegen, sowie die Gelbkörperchen. Die Anzahl der Eizellen ist schon vor der Geburt angelegt und reduziert sich im Laufe des Lebens: Bis zur Pubertät hat ihre Zahl auf etwa 300-500.000 abgenommen. Nur 300-500 werden im Laufe des Lebens mit dem Eisprung in den Eileiter gelangen. Die restlichen in den Eibläschen liegenden Eizellen gehen also ohne Eisprung zugrunde.

Die beiden Eileiter stellen eine 12-15 cm lange schlauchförmige, muskuläre Verbindung zwischen dem Eierstock und der Gebärmutter dar. Sie liegen im kleinen Becken und verlaufen im oberen Anteil des Mutterbandes.
Unterteilt werden die Eileiter in einen Trichter, einen weiten Tubenteil, eine Engstelle und einen Gebärmutterteil.
Der sogenannte Trichter ist der zur Bauchfellhöhle offene Anfangsteil und ist - wie der Name sagt - trichterförmig erweitert. Der Rand des Trichters ist mit fransenförmigen Ausläufern besetzt. Er ist die einzige Öffnung, über die die Bauchfellhöhle physiologisch mit der Außenwelt in Verbindung steht. Der weite Tubenteil macht zwei Drittel des Eileiters aus. In ihm findet meistens die Befruchtung statt.

Die Scheide ist ein etwa 8-12 cm langer, abgeplatteter Muskelschlauch, der von Schleimhaut ausgekleidet ist. Die Scheide beginnt an der Gebärmutter mit dem Scheidengewölbe, in welches der Gebärmutterhals hineinragt. Am Ende liegt der Scheideneingang mit dem Jungfernhäutchen.

Zu den äußeren Geschlechtsorganen zählen die großen und die kleinen Schamlippen, der Venushügel, der Kitzler, der Scheidenvorhof, die Vorhofdrüsen und die Mündung der Harnröhre. Die äußeren Geschlechtsorgane werden durch das Jungfernhäutchen von den inneren Geschlechtsorganen abgegrenzt.

Der Venushügel ist ein Haut-Fett-Polster. Dort wachsen mit dem Einsetzen der Pubertät die Schamhaare.
Die großen Schamlippen sind längliche Hautfalten, die vom Venushügel zum sogenannten Damm ziehen.
Die kleinen Schamlippen sind zwei dünne Hautfalten, die den Scheidenvorhof umschließen und von den großen Schamlippen umgeben sind. Sie enthalten ein dichtes Netz aus Blutgefäßen und Nervenendigungen. An ihrer Basis liegt der paarige Schwellkörper.
Im Scheidenvorhof liegt der Scheideneingang, die Harnröhre und Schleim produzierende Drüsen.
Der Kitzler ist erbsengroß und enthält zwei erektile Schwellkörper.

Welche Funktion erfüllen die weiblichen Geschlechtsorgane?

Die Gebärmutter ist das Fortpflanzungsorgan der Frau. Sie stellt für 40 Wochen die "Brutkammer" des heranwachsenden Kindes dar. Dabei kann sie ein Gewicht von 1000 g erreichen. Bei einer Befruchtung der Eizelle und erfolgreicher Einnistung des Keims wächst die Gebärmutterschleimhaut weiter und bildet zusammen mit der äußeren Schicht des Keimbläschen den Mutterkuchen (Plazenta). Diese stellt die Versorgung des heranwachsenden Embryos sicher. Sie wird nach der Geburt als so genannte Nachgeburt ausgestoßen. Am Ende der Schwangerschaft sorgt die Gebärmutter durch das Zusammenziehen der Muskulatur, den Wehen, für die Geburt.

In den Eierstöcken werden die Eizellen gebildet. Dort wachsen sie in Eibläschen heran. Ab der Pubertät bis zur letzten Regelblutung einer Frau, der Menopause, werden die Eizellen in regelmäßigen Zyklen beim Eisprung ausgestoßen.
Eine weitere Aufgabe der Eierstöcke besteht in der Bildung der weiblichen Geschlechtshormone, das Östrogen und das Progesteron. Das Östrogen ist wichtig für den Eitransport und für das Wachstum der Gebärmutterschleimhaut in der ersten Zyklushälfte. Das Progesteron bereitet den Organismus in der zweiten Zyklushälfte auf eine mögliche Schwangerschaft vor und erhöht die Körpertemperatur der Frau um ca. 0,5°. Zudem sind dies Hormone nach der Pubertät für die Ausbildung der sekundären weiblichen Geschlechtsmerkmale und die Ausreifung der Geschlechtsorgane verantwortlich.

Die fransenartigen Fortsätzen des Eileiters streifen während dem Eisprung über den Eierstock und fangen die freigesetzte Eizelle auf. Von dort wird sie in Richtung Gebärmutter weitergeleitet. Dieser Transport dauert in etwa fünf Tage. Da die menschliche Eizelle allerdings nur 6 bis 12 Stunden befruchtungsfähig bleibt, muss diese schon im Eileiter von einer Samenzelle befruchtet werden.

Die Scheide dient dem Beischlaf und der Aufnahme der Samenzellen. Bei der Entbindung dient sie als Geburtskanal. Dabei kann sie sich sehr stark erweitern.
Des weiteren herrscht ein saures Milieu in der Scheide, damit die weiblichen Geschlechtsorgane vor aufsteigenden Infektionen geschützt werden.

Die Haut des Venushügels und der großen Schamlippen sind mit vielen Tastkörperchen durchsetzt, die durch Berührung zu einer sexuellen Erregung beitragen.
Der Kitzler stellt das eigentliche weibliche Lustorgan dar. Seine Berührung führt zu sexueller Erregung. Dabei füllen sich die Schwellkörper mit Blut und die kleinen Schamlippen schwellen an. Gleichzeitig geben die Drüsen an der Innenseite der kleinen Schamlippen ein Sekret in den Scheidenvorhof ab. Dadurch wird die Scheide feucht und gleitfähig. Die großen Schamlippen dienen dem Schutz der weiblichen Geschlechtsorgane.

Welche Krankheiten gibt es?

Entzündungen (Gebärmutter, Eierstöcke und Eileiter, Scheide)
Versprengte Gebärmutterschleimhaut (Endometriose)
Tumoren (Gebärmutterhalskrebs, Gebärmutterkörperkrebs, Eierstockkrebs)
Vorfall der Gebärmutter
Funktionsstörungen der Eierstöcke (Zystenbildung, Insuffizienz der Eierstöcke)
Eileiterschwangerschaft
Verletzungen der Scheide (Dammriss beim Geburtsvorgang)
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