Letzte Aktualisierung: 02.06.2016
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OHR


Schlüsselwörter: Äußeres Ohr, Gleichgewichtsorgan, Hörnerv, Innenohr, Mittelohr, Schnecke, Trommelfell

Wie ist das Ohr aufgebaut?

Das Ohr kann in drei Bereiche unterteilt werden: Das äußere Ohr, das Mittelohr und das Innenohr. Zum äußeren Gehör zählen neben der Ohrmuschel der äußere Gehörgang und das Trommelfell. Die Ohrmuschel ist trichterförmig und besteht aus Knorpel. Die Ohrmuschel dient dem Schutz des Ohres und der Aufnahme von Schallwellen. Die Ohrmuschel geht in den S-förmig gekrümmten äußeren Gehörgang über. Der äußere Anteil des Gehörgangs besteht aus Knorpel, die inneren zwei Drittel des Gehörganges sind knöchern und werden vom Schläfenbein gebildet. Im knorpeligen Anteil des Gehörganges befinden sich Drüsen, die den Ohrschmalz produzieren.
Am Ende des äußeren Gehörganges befindet sich das Trommelfell, welches die Verbindung zum Mittelohr darstellt. Es ist ein ca. 0,1 mm dickes Häutchen und hat einen Durchmesser von ca. 1 cm. Es erscheint beim Gesunden bei der Ohrspiegelung als grau-schimmerndes Häutchen.

Das Mittelohr besteht aus der sogenannten Paukenhöhle mit den Gehörknöchelchen, belüfteten Räumen und der Ohrtrompete. Die Paukenhöhle liegt zwischen dem Trommelfell und dem Innenohr. Sie ist mit Luft gefüllt und beherbergt die drei Gehörknöchelchen: Den Hammer, den Amboss und den Steigbügel, die miteinander gelenkig verbunden sind. Diese drei kleinen Knochen übertragen die Schallwellen vom Trommelfell zum Innenohr und verstärken diese gleichzeitig um das 20- bis 100-fache.
Die Ohrtrompete ist eine 3-4 cm lange Röhre, die die Paukenhöhle mit dem Nasenrachenraum verbindet. Ihre Aufgabe besteht darin, die Paukenhöhle zu belüften und den Luftdruck in der Paukenhöhle dem der Außenwelt anzugleichen. Dies ist für die Trommelfellbeweglichkeit äußerst wichtig.

Das Innenohr liegt im Felsenbein und beinhaltet mehrere zusammenhängende Gänge. Deshalb wird es auch als Labyrinth bezeichnet. Im Gegensatz zum äußeren Ohr und dem Mittelohr, die beide luftgefüllt sind, sind die Gänge des Innenohrs mit einer Flüssigkeit gefüllt.
Die wesentlichen drei Bestandteile des Innenohrs sind die Schnecke, zwei Säckchen und die Bogengänge.
Die Schnecke beinhaltet das eigentliche Hörorgan, welches für die Hörempfindung verantwortlich ist. Sie wird durch eine Trennwand in eine untere und obere Hälfte geteilt. Auf dieser Trennwand befinden sich sogenannte Haarzellen. Wird die Flüssigkeit in der Schnecke durch das Übertragen der Schallwellen von den Gehörknöchelchen in Bewegung gesetzt, so schwingt die Trennwand in der gleichen Frequenz mit. Das Bewegen der Haarzellen löst elektrische Signale aus, die über den Hörnerven an das Gehirn weitergeleitet werden.
Die zwei Säckchen und die Bogengänge bilden das Gleichgewichtsorgan. Das Gleichgewicht wird über kleine Haarsinneszellen reguliert, die auf eine Lageveränderung im Raum sensibel reagieren. Die Information wird über den Gleichgewichtsnerv an das Gleichgewichtszentrum im Gehirn weitergegeben.

Welche Funktion erfüllt das Ohr?

Das Ohr hat zwei wichtige Funktionen: Das Hören und die Gleichgewichtsregulation. Die Aufgabe des Ohres beim Hören ist es, Luftdruckschwingungen, also Schallwellen, in elektrische Signale umzuwandeln, damit das Gehirn die Information verarbeiten kann. Das Gehirn kann zwischen Lautstärke, Tonhöhe sowie der Richtung, aus der der Ton kam, unterscheiden und so ein recht genaues Bild davon liefern, von wo und vor allem wer oder was das Geräusch erzeugt hat. Das Gleichgewichtsorgan dient der bewussten Orientierung im Raum und der Steuerung präziser Körperbewegungen.

Welche Krankheiten gibt es am Ohr?

Entzündungen (Gehörgangsentzündung, Mittelohrentzündung)
Beeinträchtigung des Hörvermögens (Hörsturz, Schwerhörigkeit, Tinnitus)
Gleichgewichtsstörungen
Tumoren
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