Letzte Aktualisierung: 02.06.2016
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AUGE


Schlüsselwörter: Augapfel, Bindehaut, Lider, Linse, Netzhaut, Pupille

Wie ist das Auge aufgebaut?

Das Auge ist eines unserer fünf Sinnesorgane und besteht aus dem Augapfel und den Anhangsgebilden Bindehaut, Lider und Tränenorgan. Das Auge hat in etwa die Form einer kleinen Kugel, deshalb spricht man auch vom "Augapfel". Der Augapfel liegt in der knöchernen Augenhöhle, in welcher der Augapfel wie eine Kugel beweglich gelagert ist. Er ist in fettreiches Bindegewebe eingebettet und wird von sechs Augenmuskeln in seiner Lage gehalten. Der Sehnerv, der am hinteren Ende des Augapfels austritt, leitet die Sehinformation an das Gehirn weiter.

Bindehaut, Lider und Tränenorgane nennt man Anhangsgebilde des Augapfels. Sie schützen das Auge und befeuchten es. Das Ober- und Unterlid sind bewegliche Hautfalten und dienen dem Schutz des Auges vor mechanischen Einwirkungen. Die Augenbrauen und Wimpern unterstützen diese Schutzfunktion, indem sie das Auge vor Schweiß und Staub schützen. Am Oberlid befindet sich eine Tränendrüse. Die Tränen dienen auch dem Schutz des Augapfels vor Austrocknung. Die Bindehaut ist eine Schleimhaut und zieht vom inneren Augenlid entlang des Augapfels bis zur Hornhaut. Sie verteilt beim Lidschlag die Tränenflüssigkeit über die Hornhaut, hält die Gleitfähigkeit der Lider aufrecht und verhindert das Eindringen von Fremdkörpern und Krankheitskeimen in die Augenhöhle.

Der Augapfel besteht aus drei Augenhüllen: Einer äußeren, mittleren und inneren Augenhaut. Die innere Augenhaut wird von der Netzhaut gebildet. Die Netzhaut ist lichtempfindlich und wandelt das einfallende Licht in Nervenerregungen um. Auf ihr befinden sich zwei bedeutsame Flecken: Der blinde Fleck und der gelbe Fleck. Der blinde Fleck bezeichnet den Austrittspunkt des Sehnervens und besitzt keine Sehzellen. An dieser Stelle ist das Auge blind. Der gelbe Fleck ist der Ort des schärfsten Sehens, an dem Sehzellen am dichtesten sitzen und deshalb besonders scharfes Sehen ermöglichen.

Die mittlere Augenhaut besteht aus der Regenbogenhaut, der Aderhaut und dem Strahlenkörper. Die Aderhaut ist reich an Blutgefäßen. Sie dient der Ernährung der Netzhaut und hält die Temperatur des Auges konstant. Die Regenbogenhaut enthält Blutgefäße und Farbzellen. Sie bestimmt die Augenfarbe. In der Mitte besitzt sie ein Sehloch (Pupille), dessen Weite vom Lichteinfall abhängt: Fällt helles Licht auf die Netzhaut, wird das Sehloch verengt. Der Strahlenkörper enthält einen Muskeln, an dessen Fasern die Augenlinse aufgehängt ist. Er umgibt die Augenlinse ringförmig. Außerdem produziert er die Kammerflüssigkeit.

Die äußere Augenhaut umgibt den Augapfel wie eine Schale und besteht vorne aus der durchsichtigen, schmerzempfindlichen Hornhaut und geht hinten in die undurchsichtige Lederhaut über. Die Lederhaut ist das "Weiße im Auge" und dient dem Schutz des Auges. Sie umschließt den Augapfel fast vollständig und lässt nur zwei Lücken frei: Vorne für die Hornhaut und hinten für den Sehnerv. Durch die Hornhaut fallen die Lichtstrahlen wie durch ein Fenster ein und werden von ihr gebündelt. Dies ist wichtig, um ein Bild auf der Netzhaut zu erzeugen.

Die Augenlinse befindet sich hinter der Pupille in einer Einbuchtung des Glaskörpers. Aufgehängt ist sie an den Muskelfasern des Strahlenkörpers. Bei der Augenlinse handelt es sich um eine Sammellinse. Sie bündelt neben der Hornhaut das durch die Pupille eintretende Licht, so dass auf der Netzhaut ein scharfes Bild entsteht. Sie kann ihre Form und Brechkraft ändern, um sowohl weit entfernte als auch nahe Gegenstände fokussieren zu können. Das ist möglich, weil die Linse von einer elastischen Kapsel umhüllt und durch Linsenaufhängebänder mit dem Strahlenkörpermuskel verbunden ist. Beim jungen Menschen ist sie elastisch. Diese Elastizität geht mit dem Alter immer mehr verloren und die Brechkraft wird geringer.

Es gibt drei Räume im Auge: Die vordere und die hintere Augenkammer und den Glaskörper. Der Glaskörper ist eine klare, geleeartige Substanz, der den Raum zwischen Linse und Netzhaut ausfüllt. Er stabilisiert den Augapfel und schützt vor einer Netzhautablösung. Die vordere Augenkammer reicht von der Hinterfläche der Hornhaut bis zur Regenbogenhaut. Sie steht mit der hinteren Augenkammer durch die Pupille in Verbindung. Die hintere Augenkammer ist der Raum zwischen Hornhaut und Glaskörper. Beide Räume sind mit Kammerwasser gefüllt. Das Kammerwasser wird vom Strahlenkörper gebildet. Es dient der Ernährung der Linse und der Hornhaut und hilft die Form des Auges zu stabilisieren.

Welche Funktion erfüllt das Auge?

Das Auge funktioniert ähnlich wie ein Fotoapparat. Das einfallende Licht durchquert die Hornhaut und die Linse. Diese bündeln das einfallende Licht wie die Linse im Kameraobjektiv. Die dazwischen liegende Pupille fungiert dabei als Blende und lässt je nach Helligkeit mehr oder weniger Licht ins Augeninnere einfallen. Die Lichtstrahlen durchqueren dann den Glaskörper und treffen anschließend auf die Netzhaut. Die Netzhaut entspricht dem Film: Auf ihr werden die Seheindrücke abgebildet. Sie leitet den Lichteindruck ins Gehirn weiter. Bestimmte Teile des Gehirns empfangen und verarbeiten die Signale.

Welche Krankheiten gibt es am Auge häufig?

Entzündungen (Bindehautentzündung, chronische Entzündung der Lidkanten)
Hagel- und Gerstenkorn
Netzhautablösung
Grauer Star (Katarakt)
Grüner Star (Glaukom)
Diabetische Retinopathie
Strabismus
Fehlsichtigkeit
Lidtumoren
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